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Viele Pflegekräfte nehmen Zeitarbeit zunehmend gern in Anspruch

Zeitarbeit hat für viele den faden Nachgeschmack von Ausbeutung, schlechter Bezahlung und nachteiligen Bedingungen. Wer in einer Zeitarbeitsfirma angestellt ist, tut dies aus wirtschaftlicher Not heraus und weil er keine „feste“ Arbeit findet.

Doch allmählich scheint sich dieses Bild zu wandeln. Denn in einigen Branchen sind die „festen“ Stellen gar nicht mehr erstrebenswert, weil die Bedingungen immer schlechter geworden sind. Dann weichen Angestellte gar nicht mal so ungern auf Zeitarbeitsverträge aus.

Pflegebranche vor dem Zusammenbruch

Immer öfter häufen sich Berichte, dass im Pflegebereich ein regelrechter Zusammenbruch vor der Tür steht. Denn der Mangel wirkt sich nicht nur auf die Qualität der Arbeit aus, sondern sorgt für furchbare Zustände in Kliniken und bei Pflegekräften. Da werden Patienten nachts um drei geweckt und gewaschen, weil zur üblichen Zeit keine Pfleger dafür zur Verfügung stehen, um nur ein Beispiel zu nennen.

Im Fernsehen gab es kürzlich einen Beitrag unter dem Titel: „Ohne Leiharbeiter läuft nichts mehr“ über die Zeitarbeit in der Pflegebranche. Dort kam zur Sprache, dass es immer mehr Pflegekräfte gibt, die die Zeitarbeitsverträge vorziehen. Die schlechten Arbeitsbedingungen in der Klinik, die daraus resultierende Schwierigkeit bei Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die zunehmende Belastung der Arbeitnehmer in diesem Bereich machen ihnen den Wechsel zur Zeitarbeit einfach.

Wegen des Fachkräftemangels seien die Leiharbeiter sehr begehrt, so resümieren Experten. Laut einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit hat sich die Zahl der Leiharbeiter in dieser Branche innerhalb der letzten 12 Monate um 20% erhöht. Denn die Flexibilität der Zeitarbeit sehen inzwischen viele Pflegekräfte als Vorteil an. Nachtarbeit und Wochenenddienste gehören in diesen Berufen zur Normalität – doch darüber hinaus sollte ein geregeltes Familienleben machbar sein. Oft ist es nun die Zeitarbeit, die dies möglich macht.


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