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Sind lange Kündigungsfristen eher von Vorteil oder von Nachteil?

Eine lange Kündigungsfrist wird gemeinhin als positiv angesehen. Sie schützt den Arbeitnehmer und wird deshalb so lang wie möglich ausgehandelt. Doch nicht immer muss dies positiv sein. Denn unter Umständen ist es negativ für den Arbeitnehmer, wenn er zu lange an das Unternehmen gebunden ist.

Urteil des Bundesarbeitsgerichtes: überlange Fristen können gekippt werden

Das Bundesarbeitsgericht hat sich dazu geäußert. Denn verhandelt werden musste ein Fall, in dem ein Arbeitnehmer nach seiner Kündigung noch drei Jahre an das Unternehmen gebunden war. Das erklärten die Richter für unzumutbar lang. Da er jedoch eine explizite Zusatzvereinbarung dazu unterschrieben hatte, klagte das Unternehmen, nachdem der Arbeitgeber mit kürzerer Frist gekündigt hatte. Die Klage wurde jedoch aus den genannten Gründen abgewiesen.

Sicherheit oder Nachteil

Eigentlich ist es eine positive Vereinbarung zwischen Unternehmen und Arbeitgeber, wenn eine lange Kündigungsfrist ausgehandelt wird, die für beide Seiten gilt. Denn so kann der Arbeitnehmer, wird ihm gekündigt, in Ruhe einen neuen Job suchen.

Doch eine überlange Kündigungsfrist kann zum Fallstrick werden. Ist ein Arbeitnehmer noch lange an das Unternehmen gebunden und von diesem freigestellt, erhält er zwar Gehalt, verliert aber unter Umständen den fachlichen Anschluss, da er lange nicht in seinem Beruf arbeitet. Deshalb sollten Kündigungsfristen nicht über Gebühr in die Länge gezogen werden.

Bei welcher Länge einer Kündigungsfrist das Gericht noch von „zumutbar“ spricht, und ab welcher Länge der Zeit nicht mehr, wurde nicht klar definiert. Es muss wohl von Fall zu Fall entschieden werden.


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