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IAB-Studie belegt: weniger freie Stellen in Betrieben wegen Mindestlohn

Mit der Einführung des Mindestlohns verbreitete sich in der Öffentlichkeit auch die Befürchtung, dass es zu vielen Entlassungen in den entsprechenden Branchen kommen könnte. Doch eine repräsentative Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) an 16.000 Betrieben zeigt nun eine andere Entwicklung. Statt Personal zu entlassen, sind viele Betriebe alternative Wege gegangen. So haben rund 18 Prozent der betroffenen Firmen Preiserhöhungen vorgenommen. Nur unter fünf Prozent der Arbeitgeber nahmen Entlassungen vor. Doch auch wenn Personalabbau selten vorkommt, so wirkt sich der Mindestlohn dennoch auf das Personalwesen aus.

Laut der IAB-Befragung gaben die vom Mindestlohn betroffenen Firmen an, sich bei Neueinstellungen zurückzuhalten. Es werden also weniger freie Stellen geschaffen. Das wiederum kann zu einer Stagnation bei der Personalvermittlung in verschiedenen Branchen führen. Berechnungen des Instituts zufolge könnte es etwa 60.000 zusätzliche freie Stellen geben, wäre der Mindestlohn nicht eingeführt worden. Die negativen Folgen sind etwa Arbeitsverdichtung sowie die Reduzierung von Arbeitszeit. Trotzdem ist auch für 2015 eine insgesamt positive Entwicklung am Arbeitsmarkt zu verzeichnen: Im letzten Jahr gab es etwa 436.000 zusätzliche Beschäftigte – das bedeutet auch einen Erfolg für die Personalvermittlung.


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