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Personalvermittlung: Asylbewerber haben schlechte berufliche Chancen

Deutsche Betriebe suchen, auch mithilfe von Personalvermittlungen, händeringend nach qualifizierten Fachkräften - gern auch im Ausland. Da scheint der starke Flüchtlingsstrom für viele eine Quelle potenzieller neuer Mitarbeiter zu sein. Auf dem ersten Blick nicht ganz unberechtigt: Wie das Onlineportal „Haufe Personal“ berichtet, hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) einen Anteil von 610.000 erwerbsfähigen Personen unter den Asylbewerbern für 2016 errechnet. Dabei sind die Forscher von einer Zuwanderung von einer Million Menschen im gesamten Jahr ausgegangen.

In puncto Personalvermittlung scheint sich demnach ein hohes Potenzial aufzutun. Allerdings dämpfen die IAB-Arbeitsmarktforscher die Erwartungen unmittelbar ab: Auch wenn sich unter den Neuankömmlingen viele gut ausgebildete Fachkräfte befinden, bei der Personalvermittlung seien diese anfangs schwer zu handhaben. Untersuchungen ergaben, dass unter den 15- bis 64-jährigen Flüchtlingen ein Jahr nach der Einwanderung lediglich acht Prozent eine Stelle gefunden haben. Erst nach etwa 15 Jahren konnten rund 70 Prozent der Flüchtlinge einen Job vorweisen. Die Ursachen sind unter anderem fehlende Sprachkenntnisse, abweichende Ausbildungsstandards oder eine zu geringe Qualifikation. Bei der Jobvermittlung finden Flüchtlinge vor allem im Hotel- und Gastgewerbe, im Handel oder in der Gebäudereinigung eine Beschäftigung. Je länger die Asylbewerber in Deutschland leben, desto besser würden die Karrierechancen, erklärten die IAB-Forscher.


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