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Reform des ANÜ - diese Regelungen müssen beachtet werden

Zeitarbeitnehmer sind eine Möglichkeit für Arbeitgeber, flexibel auf die Auftragslage oder andere wirtschaftliche Gegebenheiten zu reagieren. Das Image der Zeitarbeit ist nicht gerade gut - aber die Zahl steigt beharrlich an.

Und so sehen die Neuerungen aus:

Kennzeichnungspflicht

Zunächst einmal muss der Vertrag zwischen Entleiher und Personaldienstleister zwingend als Arbeitnehmerüberlassungsvertrag gekennzeichnet werden. Bisher wich man vielfach darauf aus, einen Werkvertrag zu schließen, auch wenn dessen Grundregeln nicht erfüllt waren. Dies ist nun ausgeschlossen.

Das Kennzeichen der Arbeitnehmerüberlassung ist vor allem, dass der Mitarbeiter ebenso eingesetzt wird wie das Stammpersonal.

Das Dokument muss den Namen des Arbeitnehmers enthalten und in Schriftform erfolgen, wobei diese nur durch beide Originalunterschriften gültig ist. FAX oder Mail reichen nicht aus.

Überschreitung der Höchstentleihungsdauer führt zu regulärem Arbeitsverhältnis

Wichtig zu wissen: wird der Einsatz für länger als drei Monate unterbrochen, beginnt die Frist von Neuem. Liegt die Unterbrechung aber darunter, so ist das Ganze als ein Einsatz zu betrachten, für den zahlreiche Fristberechnungen zutreffen.

Der Entleiher kann zwar das Beschäftigungsverhältnis, welches aufgrund der Fristüberschreitung sozusagen „automatisch“ entstanden ist, wieder kündigen, doch auch hier kann es ihm zum Fallstrick werden, wenn der Arbeitnehmer zu lange bei ihm beschäftigt war. Denn ist eine sechstmonatige Wartezeit durch die Überlassung abgegolten, so greift sogar der Kündigungsschutz.

Eine lückenlose Überwachung der Fristen und Gesetzlichkeiten bei der Beschäftigung von Zeitarbeitskräften ist daher im Unternehmen zwingend nötig, da sonst schnell wirtschaftliche Gefahren drohen.


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