Menu
header_news

Der neue Stil am Arbeitsplatz – nur gut oder auch nachteilig im Berufsleben?

Eine allzu steife Atmosphäre am Arbeitsplatz ist oft nicht beliebt, doch das Gegenteil vielleicht auch nicht. Ist der goldene Mittelweg das Beste? Oder sollten lieber bestimmte Hierarchien deutlich werden? Viele Fragen, die sich immer mehr Chefs stellen. Doch derzeit geht eine regelrechte Lockerungs-Welle durch deutsche Büros: Der Vorstand trägt nicht mehr unbedingt Krawatte und Anzug, und in manchen Firmen wird sich prinzipiell geduzt.

Missverständnisse vorprogrammiert?

Arbeitet man lange und eng zusammen, ist es für die meisten normal, sich zu duzen. Vor allem dann, wenn keine Hierarchieunterschiede bestehen. Doch wie ist es mit der verordneten Duzerei? Wenn man gar nicht die Wahl hat, sondern der Chef entscheidet, dass sich alle im Team mit „Du“ anreden?

Doch Vorsicht: Auch wenn oberflächlich der Ton lockerer und die Kleidung legerer wird ¬– der Druck unter der Decke verstärkt sich; unter Umständen steht dies sogar in einem Zusammenhang. Denn in dem Maß, in dem manche Chefs die formalen Erwartungen an ihre Angestellten zurücknehmen, steigen die informellen Erwartungen. Loyale Mitarbeiter sehen sich dann im Zugzwang: Duzt man den Chef und dieser hat sozusagen damit ein gutes Verhältnis „vorgetäuscht“, muss man eher auch mal nachts erreichbar sein oder nach Feierabend die Mails checken.

Verantwortung übertragen

Viele Chefs fahren heute die Strategie: der Kumpeltyp sein und dadurch einen Teil der eigenen Arbeit und Verantwortung einfach auf die Mitarbeiter abwälzen. Das Gehalt bleibt natürlich beim Chef – der will ja nur Druck abgeben, aber nicht fair teilen. Also Vorsicht, wenn es allzu locker zugeht. Das kann auch heißen, dass man Ihre Loyalität auf diese Art und Weise ausnutzen will.


© 2017 1a-Personalservice