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Klassische Personalrekrutierung? Nicht bei diesem deutschen Unternehmen

Immer wieder gibt es Firmen, die in Sachen Personalwesen außergewöhnliche Wege beschreiten. Von einem dieser deutschen Unternehmen berichtete kürzlich das Businessmagazin t3n. Konventionelle Personalarbeit wird beim Düsseldorfer IT-Anbieter Sipgate demnach nicht mehr angewandt. Statt Bewerber zum Gespräch einzuladen und die Personaler entscheiden zu lassen, ob der Kandidat eine Zukunft im Unternehmen hat, wird bei Sipgate die Belegschaft aktiv in Personalentscheidungen involviert. Alle 128 Mitarbeiter dürfen je nach Bedarf mitentscheiden. Einen Personalchef gibt es bei diesem Recruiting-Modell nicht, zu funktionieren scheint das sogenannte „Peer Recruiting“ trotzdem.

Das Konzept nutzt folgenden Ansatz: Diejenigen, die nah am operativen Geschäft sitzen, entscheiden, welche Qualifikationen und persönliche Eigenschaften das Team braucht. Das sind in der Regel eben nicht die HR-Verantwortlichen, sondern die Mitarbeiter in der jeweiligen Abteilung. Sie entscheiden, ob ein Bewerber geeignet ist oder nicht. Peer Recruiting auch, dass immer mehrere Personen Entscheidungen treffen, niemals nur eine Person – wie etwa der Personalchef. Das gilt auch für Kündigungen. Ein in Deutschland nach wie vor exotisches Rekrutierungsmodell, das sich bei Sipgate jedoch durchgesetzt hat. Klassische Rekrutierungsprozesse kommen für den IT-Anbieter nicht mehr infrage. Laut Sipgate stärkt diese Form der Personalarbeit das Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen. Ein Merkmal, dass sich in Deutschland sicher viele Firmenchefs wünschen.


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