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Gehen die kosten des Mindestlohns tatsächlich auf die Arbeitsplätze?

Die Diskussion um den Mindestlohn währte vor dessen Einführung lange. Und auch jetzt verstummen die negativen Stimmen nicht. Hat der Mindestlohn tatsächlich Arbeitsplätze gekostet und wie stehen sich positive und negative Effekte gegenüber?

Repräsentative Befragung

Eine repräsentative Befragung durch das Institut für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung (IAB) zeigt nun folgendes Bild: weniger freie Stellen seit Einführung des Mindestlohnes. 16.000 Betriebe wurden befragt, und ein stattlicher Teil von Ihnen, nämlich rund ein Fünftel, hat zum Auffangen der Mehrkosten zu einem alternativen Mittel gegriffen: Preiserhöhungen. Die Zahl der Arbeitgeber, die Entlassungen vorzogen, liegt bei erfreulich geringen ca. 4 %. Allerdings hält man sich in der betrieblichen Landschaft seither auch mit Neueinstellungen zurück, so ergab die Studie.

Schlussfolgerungen

Wie das Institut weiterhin bekanntgibt, könnte es ohne die Einführung des Mindestlohns rund 60.000 freie Stellen mehr geben. Dies ist jedoch nicht belegt. Fakt ist hingegen, dass vielfach die Arbeitszeit verkürzt wurde, während die Arbeitnehmer in dieser gekürzten Zeit das Gleiche leisten müssen wie zuvor.

Allerdings sieht es insgesamt auf dem Arbeitsmarkt so gut aus wie selten zuvor. Demnach ist die Beschäftigung auf einem hohen Niveau angelangt und sogar eine Erhöhung des Mindestlohnes, wenn auch nur moderat, wird ab 2017 kommen.

Insgesamt ist der Mindestlohn somit wohl keine Fehlentscheidung gewesen, wenn auch genauere Befragungen von Arbeitnehmern ergeben, dass dieser zu noch größerem Druck in manchen Betrieben geführt habe, und auch einige Arbeitgeber durch diverse Tricks versuchen, sich vor diesem zu drücken. Glücklicherweise ist dies aber nicht repräsentativ.


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