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Finanzen: Würde sich mehr Arbeit nur bei gutem Einkommen lohnen?

Oft hört man die Leute stöhnen, wenn es eine Gehaltserhöhung gegeben hat. Grund: es bleibt netto so gut wie nichts übrig von dem "Mehr".

Einkommenssteuer und Co.

Mehr zu arbeiten lohnt für Geringverdiener meist nicht, weil netto vom höheren Gehalt nichts oder so gut wie nichts übrig bleibt.

Das kommt den Betroffenen nicht nur so vor – die Europäische Wirtschafsforschung hat dies aktuell bestätigt. Sechs Musterhaushalte wurden für die Studie ausgewählt. Alleinerziehende mit Kind, Doppelverdiener ohne Kind und Weitere. Dabei stellte sich heraus: je geringer das Einkommen ist, umso ungünstiger wird das Verhältnis von Lohnerhöhung und mehr netto.

Beispiele für das geringe "Mehr"

Von einem mehr verdienten Euro bleibt bei einem Single-Haushalt mit einem jährlichen Brutto von 17.000 nichts übrig. Es kommt sogar zu dem Fall, dass pro Monat 20 Cent weniger in der Kasse bleiben als vor der Erhöhung um einen Euro.

Bei einem Ehepaar mit zwei Kindern, bei dem nur einer verdient, und ein Brutto im Jahr von 40.000 erwirtschaftet, bleiben von einem Euro lediglich 56 Cent übrig, die sich netto bemerkbar machen. Wer aber 90.000 Euro im Jahr brutto verdient, darf von jedem zusätzlichen Euro 66 Cent behalten.

Änderungen des Gesamtsystems könnten Abhilfe schaffen

Wie immer öfter gefordert wird, sollten Änderungen am Gesamtsystem erfolgen. Dabei werden Einkommenssteuer, Transferleistungen und Sozialabgaben als Ganzes gesehen. Das Ziel ist, dass auch Geringverdiener einen größeren Vorteil von mehr Geld haben.


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