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Ist frei gestaltbare Arbeitszeit besser für die Gesundheit und das Wohlbefinden?

Wer selbst Einfluss auf seine Arbeitszeit nehmen kann, schätzt sein gesundheitliches Wohlbefinden besser ein als andere Beschäftigte. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Für ihren „Arbeitszeitreport Deutschland 2016“ befragte sie 20.000 Beschäftigte in Deutschland und untersuchte, welche Zusammenhänge es zwischen Arbeitszeitgestaltung und der Einschätzung von individueller Gesundheit und persönlichem Wohlbefinden gibt. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass Einflussmöglichkeiten bei der Arbeitszeitgestaltung ein Weg zu gesunden und zufriedenen Mitarbeitenden sein kann.

Wie weit verbreitet flexible Arbeitszeiten in Deutschland sind, zeigt ein Blick in die Statistik des Arbeitszeitreports: Wann ihre Arbeitszeit beginnt und endet bzw. wann sie sich ein paar Stunden freinehmen, können 38 Prozent bzw. 44 Prozent der Beschäftigten selber beeinflussen. Doch nicht immer lassen die betrieblichen Belange eine so große Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung zu. Viele Beschäftigte müssen daher mit kurzfristigen Änderungen ihrer Arbeitszeiten zurechtkommen, oft auf Abruf arbeiten oder haben häufig Rufbereitschaft. Diese Beschäftigten schätzen ihr gesundheitliches Wohlbefinden schlechter ein als andere Beschäftigte. Vorhersehbarkeit und Planbarkeit werden deutlich eingeschränkt, wenn Beschäftigte erst am Vortag oder am gleichen Tag über Änderungen ihrer Arbeitszeit erfahren und sorgen für eine stärke Unzufriedenheit. Höhere zeitliche Handlungsspielräume bei der Arbeit wirken sich dagegen positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden aus. Gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Erschöpfung treten seltener auf. Eine flexible Arbeitszeitorganisation, die die betrieblichen Belange berücksichtigt aber den Beschäftigten dabei auch Freiheiten lässt, kann somit nicht nur zu einer zufriedenen und gesunden Belegschaft beitragen, sondern im Recruiting oder in der Personalentwicklung auch zum Vorteil für Unternehmen werden.


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