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Frauen verdienen weniger als Männer – ist das gerecht oder ungerecht?

Schon lange ist es bekannt: Frauen verdienen im gleichen Job weniger als Männer. Doch mit welcher Begründung wird diese Ungerechtigkeit im Jahr 2017 noch immer aufrechterhalten? Oder wird es Zeit, daran endlich etwas zu ändern?

Gesetz für Lohngerechtigkeit

Aktuell ist wieder in Streit über die Lohngerechtigkeit entbrannt. Die einen warten dringend auf dieses Gesetz, andere kritisieren es scharf. Das Gesetz wäre wirtschaftlich schädlich und es gäbe keine Diskriminierung von Frauen, so zwei der Argumente dagegen. Doch eigentlich stehen diese beiden Aussagen schon im krassen Wiederspruch.

Deutschland hinkt in der Vergangenheit herum

Wenn es um die Lohngerechtigkeit geht, lebt Deutschland in der Steinzeit, anders kann man das nicht nennen. Und das im Vergleich mit vielen anderen europäischen Ländern, vor allem den Nordischen. Die Befürworter des Gesetzes hingegen sehen in mehr Lohngerechtigkeit Potential für Wohlstand, weil eine aufstrebende Wirtschaft bislang dadurch behindert wird.

Die beinahe größten Lohnunterschiede von ganz Europa gibt es zwischen deutschen Männern und deutschen Frauen. Der Stundenlohn eines weiblichen Angestellten liegt um ca. 22% unter dem eines Mannes. Also arbeiten die Frauen für rund drei Viertel des Geldes. Ausgedrückt wird diese Ungerechtigkeit in Gender-Pay-Gap, der Wert hat sich in den letzten 10 Jahren in Deutschland nicht wirklich verbessert. Zu den 22% von Deutschland steht die gesamte EU mit 17% schon im besser da, ganz abgesehen von Rumänien mit 5%. Nur Estland steht derzeit noch schlechter auf der Liste mit 28%.

Gegner des Gesetzes nennen für diese Zahlen andere Gründe: Frauen arbeiten öfter Teilzeit, sind in schlechter bezahlten Berufen tätig und sind weniger in Führungspositionen zu finden.


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