Menu
header_news

Wie viel kann der Arbeitgeber für Veranstaltungen steuerfrei zahlen?

In größeren Firmen ist es durchaus üblich, dass Betriebsveranstaltungen stattfinden, an denen nicht alle Mitarbeiter teilnehmen. Doch dies kann darüber entscheiden, wie viel der Veranstalter - also der Arbeitgeber – steuerfrei dafür ausgeben darf.

Bis zu einem Betrag von 110 Euro bleiben diese Zuwendungen nämlich steuerfrei. Doch gibt der Arbeitgeber mehr dafür aus, oder finden mehr als 2 Veranstaltungen im Jahr statt, handelt es sich um steuerpflichtigen Arbeitslohn.

Wichtig: wie viele Mitarbeiter sind dabei?

Die Berechnung, ob Zuwendungen des Arbeitgebers unter diesem Betrag liegen, ergibt sich einfach aus den Kosten und der Zahl der Anwesenden. Dabei ist es für die Berechnung nicht erheblich, wie viele Personen eigentlich dazu eingeladen waren.

Streitpunkt: was passiert mit kurzfristigen Absagen?

Sagen Mitarbeiter kurzfristig ab, dann kann der Veranstalter meist nicht mehr dafür sorgen, dass die Kosten niedriger ausfallen. Wie vorliegende Fälle zeigen, hat dies in der Vergangenheit bereits zu Streitigkeiten zwischen Steuerzahler und Finanzamt geführt, da es einen erheblichen Unterschied ausmachen kann, welche Mitarbeiterzahl nun zugrunde gelegt wird.

Doch wie das Finanzgericht Köln entschieden hat, sind kurzfristige Absagen nicht erheblich, der Arbeitgeber kann bei seiner Berechnung für das Finanzamt von allen angemeldeten Personen ausgehen.

Als Teilnehmer kommen folgende Personengruppen in Betracht, ohne dass der Charakter einer Betriebsveranstaltung untergraben wird:

  • Derzeitige Mitarbeiter, einschließlich Praktikanten, Referendare etc.
  • Leiharbeiter
  • Ehemalige Mitarbeiter
  • Arbeitnehmer, die in anderen Betriebszweigen tätig sind; auch aus anderen konzernangehörigen Unternehmen

Begleitpersonen (z.B. je eine Person des Mitarbeiters; "Ehegatten") Nur dann wird die Veranstaltung vom Finanzamt auch als Betriebsveranstaltung anerkannt.


© 2018 1a-Personalservice